
Warum?
Ich schreibe das heute für alle, die sich trauen, nichts mehr zu suchen und trotzdem weiterzumachen. Die zu meinem Workshop kommen wollen, obwohl sie längst aufgegeben haben.
Die mit ihrer Meditation für alles danken wollen, was ihr Leben ausmachte.
Für jedes Detail, jede kleinste Nuance der Welt, die sie empfangen hat und in der sie sich behaupten, ohne dass sie eine Gebrauchsanleitung erhalten hätten.
Dieser Workshop ist mein Dank an dich. Für deinen Mut, dein Vertrauen und deinen Glauben daran, dass es möglich ist aufzuwachen - mittendrin in dieser Welt.
Manchmal glauben wir, spirituelle Praxis beginne mit dem Suchen. Mit Üben und Lernen und Aufarbeiten von Vergangenem. Und vielleicht bist du davon müde geworden.
Du hast schon viel getan. Gelesen, meditiert, gefragt, gehofft.
Du bist vielleicht durch viele Traditionen gegangen, hast Lehrer gefunden und wieder verloren, dich selbst gesucht - und oft wieder verloren.
All das musste so sein und ist gut so, denn dein Erwachen beginnt genau dort, wo nichts mehr ist. Wo du nichts mehr anhäufst und das Konzept des Werdens lächelnd aufgibst, um zu sein.
Das, was ich dir anbiete, meine "Lehre", falls man sie so nennen darf – ist radikal einfach:
Du bist nicht der Körper. Nicht der Geist. Nicht das Bewusstsein.
Du brauchst nicht erleuchtet zu werden.
Du bist das, was bleibt, wenn alles andere aufhört.
Ich weiß, das klingt unbequem. Vielleicht sogar enttäuschend für den, der erwartet „etwas zu bekommen“. Aber gerade diese Enttäuschung – diese Ent-Täuschung – ist der erste Schritt in deine Wahrheit?
Erwachen geschieht nicht durch Wollen, nicht durch Anstrengung.
Keine Methode oder Technik kann das erreichen.
Sondern nur das Fallenlassen, das Einlassen auf das Unbekannte, das Neue.
Durch Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Durch das Anerkennen von:
Ich weiß nichts. Ich bin nichts.
Und genau das ist vollkommen.
Es gibt nichts, was dich aufwecken kann.
Keine Methode, kein Meister, kein stiller Ort in den Bergen.
Und es gibt niemanden, der aufwachen müsste.
Denn der, von dem du glaubst, dass er erwachen sollte – ist eine Täuschung.
Du rennst einem Gedanken, einer Vorstellung, einem Avatar des erwachten Geistes nach und wartest auf ein Ereignis, ein Zeichen, eine Erleuchtung.
Aber alles, was du tust, setzt voraus, dass du noch da bist, um es zu tun oder zu erhalten.
Und genau das ist die Illusion: Das du da bist, in der Welt lebst und dich um sie kümmern oder gegen sie ankämpfen musst.
Die Wahrheit ist:
Du bist nicht da.
Die Welt ist nicht da.
Nichts von dem ist wirklich.
Das ist keine Philosophie. Kein Konzept.
Sondern das, was bleibt, wenn alle Konzepte verbrannt sind.
Hier beginnt die spirituelle Praxis, die wirkliche Meditation. Es bist nicht du, der meditiert, sondern der erwachte Geist und je mehr du seine Gegenwart zulässt, desto eher wachst du auf.
Aber:
Du kannst dich nicht vorbereiten.
Du kannst es nicht herbeiführen.
Denn du bist nicht der Handelnde.
Du bist nicht der Erfahrende.
Du bist nicht.
Ich weiß, das widerspricht allem, was du in diesem oder sogar in vielen Leben davor gelernt hast. Aber alles, was du jemals gelernt hast, war Teil des Spiels.
Teil der Maya, der Welt, die dich umgibt und die dich immer wieder verführt, zu vergessen wer du wirklich bist.
Dein Erwachen ist keine Erkenntnis im weltlichen Sinn.
Es ist das Wissen um die Abwesenheit von dir - in der Klarheit, dass nie jemand gegangen ist.
Wenn du zum Workshop kommst, komm leer.
Lass deine Ziele, Hoffnungen, Träume und Ideen zuhause.
Dort kannst du sie danach wieder abholen, wenn du dazu noch Lust haben solltest.
Frag dich nicht, was das alles bringen soll.
Es wird etwas mit dir geschehen, das jenseits der Worte liegt und alles, was du davon erfährst ist: Nichts.
Und genau das ist es, was dich erhebt, um an die Glocke zu kommen, die dich aufweckt.
Wenn wir uns nächstes Wochenende treffen, dann bring nicht deinen Wunsch mit, "besser zu werden". Bring deine Müdigkeit mit. Deine Fragen.
Deine stille Hoffnung, dass es in Wirklichkeit gar nichts zu erreichen gibt.
Dann kann vielleicht etwas geschehen.
Nicht durch uns. Nicht durch mich.
Sondern durch das, was du immer schon warst:
Stille.
Klarheit.
Liebe.
Jetzt.
Wir sehen uns in ein paar Tagen!
alles liebe
Hans