
... sondern uns selbst!
Ein Interview mit Esra
Esra erklärt, warum wir beim Klimawandel oft so tun, als wäre nichts, und was das Ganze mit Dreijährigen und einer vollen Blase zu tun hat. Und warum er trotz allem noch daran glaubt, dass wir Menschen nicht komplett lost sind.
**Warum fällt es uns so schwer, endlich mal was zu tun?**
Esra:
Stell dir vor, du wachst nachts auf und musst mega dringend aufs Klo. Du weißt genau, was zu tun ist. Aber statt aufzustehen, machst du die Augen zu, drehst dich hin und her und hoffst, dass das Problem von selbst verschwindet. Tut es aber nicht. Und genau so machen wir’s mit dem Klima: Wir ignorieren es, bis es zu spät ist. 2024 war das Jahr, in dem uns die Realität endgültig ins Gesicht geschlagen hat – Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände. Die Erde sagt uns quasi: „Macht endlich was!“
**Warum kriegen wir trotzdem den Hintern nicht hoch?**
Esra:
Es gibt dieses Verhalten der mehrheitlichen Gleichgültigkeit, bei der alle denken, jemand anderes kümmert sich schon drum. Stell dir vor, ein Unfall passiert – jeder fährt vorbei, weil er glaubt, ein Profi wird’s schon regeln. Am Ende hilft keiner. Genau so läuft’s mit der Klimakrise. Jeder schiebt’s auf andere.
**Und was können wir tun?**
Esra:
Ganz einfach: Nicht alleine bleiben! Die Leute, die sich für das Klima einsetzen, sind oft Einzelkämpfer und nerven damit die anderen. Medien geben Klimaleugnern leider sehr viel Platz, weil ihre wilden Verschwörungstheorien einfach klickbarer sind. Dabei ist die Wahrheit simpel: Ohne gesunde Erde gibt’s keine gesunden Menschen. Und wenn wir so weitermachen, wird’s übel.
**Aber hey, das Leben geht ja nach 2100 weiter, oder?**
Esra:
Genau! Alle Klimamodelle reden vom Jahr 2100, als wäre danach Schluss. Aber Kinder, die bis dahin geboren werden, sollen auch nach 2100 noch coole Leben haben. Und irgendwann werden uns diese Kids fragen: „Oi, 2024 wusstet ihr doch das alles schon – warum habt ihr nichts gemacht?“ und dann sollten wir lieber gute Antworten haben.
**Warum tun wir trotzdem so, als wäre das erst ein Problem für die Zukunft?**
Esra:
Weil wir Gewohnheitstiere sind. Wir lieben es bequem. Und wir hassen es, wenn uns jemand was „wegnimmt“. Ein Dreijähriger flippt aus, wenn du ihm sein Spielzeug wegnimmst. Erwachsene sind genauso, nur mit dicken Autos, Steaks und billigem Urlaub. Und dann kommt irgendein Politiker und sagt: „Mit mir bleibt alles wie früher!“ – Tja, Pech gehabt, die Realität geht trotzdem in die Zukunft.
**Wie überzeugt man die Leute, dass wir jetzt was ändern müssen?**
Esra:
Ganz einfach: Durch Ehrlichkeit. Wer denkt, wir können weitermachen wie bisher, lebt in einer Fantasiewelt. Entweder wir ändern jetzt was, oder es wird später richtig unangenehm. Klimaschutz kostet Geld – klar. Aber Nichtstun kostet ein zehnmal mehr.
**Okay, was können wir konkret tun?**
Esra:
Zum Beispiel unsere Städte schlauer bauen. In Paris haben sie alte Industrieflächen in grüne Oasen verwandelt – mit Wasser, Pflanzen, kühlen Plätzen. In Mexico-City haben sie senkrechte Flächen mit Kletterpflanzen begrünt. Dort hält man’s auch im Sommer aus. Wir könnten sowas überall machen, aber dafür muss man halt die Initiative ergreifen und auch etwas Geld in die Hand nehmen. Kein Steuergeld, sondern Geld das in der Welt zu Billionen verdient wird.
**Hast du manchmal das Gefühl, das bringt alles nichts?**
Esra:
Ja, sicher, aber dann erinnere ich mich: Wir Menschen sind nicht so dumm, dass wir unser eigenes Aussterben zulassen, oder? Und das gibt mir Hoffnung. Also, los geht’s!
😉 💐
Alles liebe
Hans
PS: Esra ist ein Kunstname für eine reale Person